Bei den "Islands" auf dem Sinai - Dahab 2011

Dahab - nach fast genau 11 Jahren haben wir (Winne, Frank und ich) uns entschlossen, wieder für eine Woche auf den Sinai zu fliegen. Wir hatten uns im Hotel Swiss Inn Resort eingebucht und tauchten in der angeschlossenen Tauchbasis von Extra Divers.

Es hat sich viel in den letzten Jahren verändert: Aus den staubigen Pisten, die gerade noch so mit einem PickUp befahren werden konnten, sind inzwischen 4-spurige Asphaltstraßen geworden. Unser damaliges Hotel Nesima liegt nicht mehr am Stadtrand, sondern inzwischen mittendrin. Auch die Zufahrtsstraße vom Flughafen Sharm el Sheikh ist erheblich besser geworden. Und für die Bargeldversorgung muss man nicht mehr am einzigen Bankfenster zu den (taucherunfreundlichen) Öffnungszeiten Schlange stehen - es gibt jetzt auch Bankomaten! Und sogar Mobilfunknetzte zum Telefonieren! Aber der besondere Charme des Örtchens ist noch da. Es ist wie damals sehr schön, am Abend auf dem örtlichen "Strip" zu spazieren, sich dann in einem der Restaurants fallen zu lassen und den Ausblick auf das nächtliche Meer zu genießen.

LederseeigelDie Unterwasserwelt hat sich auch verändert, leider nicht zu Ihrem Vorteil. Zumindest an den mir bekannten Tauchplätzen Bells, Blue Hole und Canyon ist durch den "Taucherdurchtrieb" viel kaputtgegangen.Gerade der Tauchgang mit Einstieg in den Bells entlang der Steilwand zum Blue Hole war für mich immer wie das Aushängeschild des Roten Meers auf dem Sinai. Leider ist davon nicht mehr viel übrig. Die Korallen sind an vielen Stellen kaputt und die Artenvielfalt der Fische hat sehr nachgelassen. Das bunte Leben, wie ich es kannte, gibt es dort nicht mehr. Einzig der Barrakudaschwarm im Blue Hole war noch da. Schade!

Rühmliche Ausnahmen sind Eal Garden, Abu Helal und Islands. Da war's noch genauso schön wie damals, inklusive der riesigen Salatkoralle. Es gibt auch einige neue Tauchplätze bei Gabr el Bint, die nur mit einer Bootstour angefahren werden können. Dort war die Natur noch in Ordnung.

Auf jeden Fall hatten wir eine Menge Spaß, auch Dank unserer treuen Begleiter: dem Guide Reda und der Schweizer "Fotografin" Andrea.

Salatkoralle  Skydiver  Der Abschied aus Dahab