Die Taucherei aus einer etwas anderen Sicht

Vor der Tauchbasis im ParadiseWie ist das so beim Tauchen? werde ich oft gefragt. Eigentlich ist es ganz einfach. Zuerst muß man Spaß an der Sache überhaupt haben. Dann braucht man ein paar nette Freunde, na gut es geht auch ohne - doch mit Freunden macht es mehr Spaß. Hat man keine, findet man beim Tauchen mit Sicherheit welche in der nächsten Tauchbasis (das sollte vorzugsweise auch im Urlaub so sein).

Was läuft denn so an einem Tauchtag ab?

Angefangen wird mit der Vorbereitung - entweder wird ein Schiff, Boot, Kahn, zukünftiges Wrack oder so bestiegen oder es wird von Land aus getaucht, dann vorzugsweise mit dem Auto hingefahren, denn das ganze Gerödel ist schwer, vor allem wenn der Weg weit und die Sonne heiß ist!

Siesta auf dem SchiffAuf dem Schiff wird zuerst einmal etwas geschwatzt oder einfach nur rumgelegen. Das ist auf (oder in) dem Auto meist nicht so einfach, geht aber auch.

Normalerweise mache ich zwei Tauchgänge am Tag, das heißt einmal vormittags und einmal nachmittags. Manchmal noch einen Nachttauchgang hinten ran, doch das schon seltener. Bevor ins Wasser gesprungen oder gegangen wird, ist Briefing angesagt. Da erzählt der Diveguide was von den Fischen, die man sowieso nicht sieht, und von geringer Strömung, die sich dann als Strudel entpuppt... Na gut, meistens ist es schon ok.

Dann aber endlich den Buddy (das ist der Partner, der einem noch Luft gibt, wenn die eigene nicht mehr reicht) ausgesucht und ab ins Wasser. Es ist hier egal, ob der Partner Frau oder Mann ist - durch die ganze Ausrüstung ist sowieso nicht mehr viel vom eigentlichen Körper zu sehen und Sex im Tauchanzug ist wohl auch ganz schön kompliziert. Gut, ich streue Asche auf mein Haupt - es soll ja auch Gebiete geben, wo ohne Anzug getaucht werden kann. Da sind dann natürlich die hübschen Damen mit der tollen Figur bevorzugt. So wird dann auch der langweiligste Tauchgang noch zu einem unvergeßlichen Erlebnis...

Mit Winne bei der SiestaGetaucht wird normalerweise in Gruppen, die auch vollständig wieder zurückkehren sollten. Aber das ist halt der Job des Diveguides, die "Schafherde" zusammenzuhalten.

Zwischen den Tauchgängen ist dann zuerst Essen und dann wieder Siesta angesagt, mancher sagt dazu auch "Oberflächenpause". Wie man auf den Fotos sieht, beherrschen wir das schon ganz gut.

Spülen der AusrüstungNach dem Entsteigen von Auto oder Boot folgt das allseits beliebte Spülen der Ausrüstung. Ja, Salzwasser ist eben doch recht agressiv. Das sieht man dann spätestens nach ein paar Jahren an den Ausrüstungsteilen.

Jetzt kommen wir langsam zum interessanteren Teil - dem Dekobier! Das können natürlich auch mehrere sein. Da wird dann noch viel über die riesengroßen Fische erzählt. Außerdem ist dies der ideale Zeitpunkt, um das Logbuch zu schreiben und den anderen Stempel unter ihre Eintragungen zu knallen (wie auf dem Foto zu erkennen, Wasser predigen und Wein saufen!!). Meist wird es dann irgendwann dunkel und es ist langsam Zeit für das Abendessen.

Natürlich ist das noch lange nicht alles, denn der Tag wird normalerweise in der Divers-Bar (meist gibt es irgendwo eine) ausgewertet. Und das kann sehr lange dauern.

Also, wie man sieht ist es doch ganz schön stressig!